Brancheninformation

Rückblick auf die MODEX 2026: Warum niedrige Kosten bei der Auftragsabwicklung wichtiger denn je sind

Auf der MODEX 2026 zog sich eine Botschaft wie ein roter Faden durch alle Gespräche, Vorführungen und den Austausch auf der Messe:

Die Erfüllung wird nicht mehr allein durch die Geschwindigkeit bestimmt.

Die heutigen Führungskräfte im Bereich Lieferkette stehen unter dem Druck, Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit, Transparenz und betriebliche Effizienz in Einklang zu bringen – und dies alles bei gleichzeitiger Sicherung der Margen in einem zunehmend komplexen Fulfillment-Umfeld. Bei Ferag stand diese Herausforderung während der gesamten MODEX im Mittelpunkt unserer Diskussionen.

Wir haben uns mit Logistikexperten, Einzelhändlern und Automatisierungsexperten ausgetauscht, um einen intelligenteren Ansatz für die Leistungsoptimierung im Auftragsabwicklungsbereich zu erörtern: die „Lowest Cost of Order Fulfillment“ (CoOF).

Die Leistungsfähigkeit der Auftragsabwicklung in der modernen Intralogistik neu überdenken

Da sich das Wachstum im E-Commerce weiter beschleunigt und sich die Kundenerwartungen weiterentwickeln, sehen sich Lager- und Fulfillment-Prozesse mit einer zunehmenden Komplexität konfrontiert:

  • Höhere Auftragsvolumina
  • Steigende Rücklaufquoten
  • Arbeitskräftemangel
  • Steigende Betriebskosten
  • Druck auf kürzere Lieferfristen
  • Stärkere Nachfrageschwankungen in Spitzenzeiten

In der Vergangenheit wurde der Erfolg im Fulfillment in erster Linie anhand der Geschwindigkeit gemessen. Die MODEX 2026 bestätigte jedoch einen bedeutenden Wandel in der Branche: Unternehmen legen nun neben dem Durchsatz auch Wert auf Kostentransparenz, Skalierbarkeit und operative Widerstandsfähigkeit.

Die Frage lautet nicht mehr:
„Wie schnell können wir Bestellungen ausführen?“

Stattdessen fragen sich die Unternehmen:
„Wie können wir Bestellungen gewinnbringend, nachhaltig und transparent abwickeln?“

Genau hier kommt das Konzept der „niedrigsten Auftragsabwicklungskosten“ ins Spiel.

Was bedeutet „niedrigste Kosten für die Auftragsabwicklung“ eigentlich?

Die „Lowest Cost of Order Fulfillment“ (CoOF) ist ein strategischer Ansatz zur Bewertung der Fulfillment-Leistung auf der Grundlage der gesamten Betriebskosten, die für die effiziente Bearbeitung, Abwicklung und Auslieferung jeder einzelnen Bestellung anfallen.

Anstatt sich ausschließlich auf den Durchsatz oder Personaleinsparungen zu konzentrieren, berücksichtigt CoOF das gesamte Fulfillment-Ökosystem, einschließlich:

  • Personalkosten
  • Energieverbrauch
  • Raumnutzung
  • Abwicklung von Rücksendungen
  • Skalierbarkeit des Systems
  • Ausfallrisiko
  • Wartungsanforderungen
  • Leistung in der Hochsaison
  • Effizienz der Automatisierung
  • Bearbeitungskosten pro Bestellung

Das Ziel besteht nicht lediglich darin, Bestellungen schneller abzuwickeln, sondern langfristig das nachhaltigste und wirtschaftlich effizienteste Abwicklungsmodell zu ermitteln.

Dadurch entsteht ein realistischerer Rahmen für den Vergleich von Fulfillment-Strategien, Automatisierungstechnologien und Konzepten für Lagersysteme.

Für Führungskräfte im operativen Bereich hilft CoOF bei der Beantwortung wichtiger Fragen wie beispielsweise:

  • Wie lässt sich die Auftragsabwicklung skalieren, ohne dass die Kosten unverhältnismäßig steigen?
  • Welche Automatisierungsszenarien bieten langfristig den größten betrieblichen Nutzen?
  • Wie wirken sich Spitzenvolumina auf die Rentabilität aus?
  • Wo verbergen sich Ineffizienzen, die die Dienstleistungskosten in die Höhe treiben?

Indem diese Variablen messbar gemacht werden, gewinnen Unternehmen mehr Klarheit für Investitionsentscheidungen, die Kapazitätsplanung und die betriebliche Optimierung.

Die Komplexität der Auftragsabwicklung messbar machen

Auf der MODEX fand ein Zitat bei den Besuchern großen Anklang:
„Klarheit entsteht, wenn Komplexität messbar wird.“

Dieser Grundsatz prägte viele der Gespräche an unserem Stand und spiegelt den wachsenden Bedarf an datengestützten Entscheidungen im Bereich der Auftragsabwicklung in der Intralogistik wider.

Da Fulfillment-Netzwerke immer dynamischer werden und sich die Kundenerwartungen ständig weiterentwickeln, benötigen Unternehmen Instrumente und Strategien, die über bloße Annahmen hinausgehen und messbare Einblicke in die Betriebsabläufe liefern.

Genau hier liegt der Mehrwert von CoOF.

ferag.go: CoOF in die Praxis umsetzen

Um diese Gespräche konkret zu unterstützen, stellte Ferag „ferag.go“ vor, ein für „ferag.skyfall“ entwickeltes Berechnungstool.

Das Tool ermöglicht Folgendes:

  • Szenariobasierte Systemdimensionierung
  • Kostenbewertung in der Frühphase
  • Vergleichende Modellierung der Auftragsabwicklung
  • Analyse der messbaren CoOF

Indem ferag.go Unternehmen die Möglichkeit bietet, Fulfillment-Szenarien vor der Implementierung zu simulieren, unterstützt es die Betriebsteams dabei, fundiertere strategische Entscheidungen hinsichtlich von Automatisierungsinvestitionen zu treffen.

Die Besucher der MODEX hatten die Gelegenheit, den Rechner live zu erleben und zu erfahren, wie messbare Kennzahlen zur Auftragsabwicklung die Planungsgenauigkeit und die Sicherheit im Betrieb verbessern können.

Warum Transparenz und Widerstandsfähigkeit die Zukunft der Auftragsabwicklung prägen

Eine der deutlichsten Erkenntnisse der MODEX 2026 war der wachsende Bedarf der Branche an Transparenz.

Moderne Fulfillment-Prozesse erfordern Systeme, die nicht nur unter normalen Bedingungen effizient arbeiten, sondern sich auch in folgenden Situationen anpassen können:

  • Saisonale Spitzenwerte
  • Marktschwankungen
  • Personalengpässe
  • Die Rückgaben nehmen sprunghaft zu
  • Komplexität im Omnichannel-Bereich

Unternehmen erkennen zunehmend, dass Resilienz in direktem Zusammenhang mit Transparenz und messbaren Leistungsindikatoren steht.

Diese Entwicklung führt zu einem wachsenden Interesse an:

  • Flexible Automatisierung
  • Skalierbare Intralogistiksysteme
  • Datengestützte Betriebsplanung
  • Rahmenkonzepte zur Kostenoptimierung

Bei Ferag standen diese Themen im Mittelpunkt jedes Gesprächs, das wir während der gesamten Veranstaltung geführt haben.

Mehr als nur Automatisierung: Aufbau sinnvoller Branchenkontakte

Über die technologischen Diskussionen hinaus unterstrich die MODEX zudem die Bedeutung persönlicher Kontakte innerhalb der Logistikbranche.

Von fachlichen Gesprächen am Messestand bis hin zu informellen Unterhaltungen während unserer Aperitif-Veranstaltung – diese Woche hat deutlich gemacht, wie Zusammenarbeit und Offenheit weiterhin die Innovation in der gesamten Lieferkette vorantreiben.

Die Kombination aus:

  • technisches Fachwissen,
  • Einblick in die praktische Umsetzung,
  • und echte zwischenmenschliche Interaktion

schuf eine solide Grundlage für konstruktive Diskussionen über die Zukunft der Auftragsabwicklung.

Als Team haben wir einen starken Auftritt gezeigt, der auf Fachkompetenz, Offenheit und praktischem Austausch beruhte – und gleichzeitig unvergessliche Momente geschaffen, die die Beziehungen innerhalb der Branche gestärkt haben.

Ein Blick in die Zukunft nach der MODEX 2026

Nun, da die MODEX 2026 zu Ende geht, steht eines fest:
Die Zukunft des Fulfillments gehört den Unternehmen, die Schnelligkeit mit messbarer operativer Intelligenz verbinden können.

Erfolgreich sein werden jene Unternehmen, die:

  • ihre tatsächlichen Erfüllungskosten zu verstehen,
  • Aufbau widerstandsfähiger und skalierbarer Betriebsabläufe,
  • und Entscheidungen auf der Grundlage messbarer Transparenz statt auf der Grundlage von Annahmen zu treffen.

Ferag setzt sich weiterhin dafür ein, Unternehmen durch innovative Intralogistiklösungen und messbare CoOF-Strategien bei der Bewältigung dieses Wandels zu unterstützen.

Das Gespräch fortsetzen

Konnten Sie nicht an der MODEX 2026 teilnehmen oder möchten Sie die Diskussion fortsetzen?

Erfahren Sie, wie Ferag Unternehmen dabei unterstützt, die niedrigsten Kosten für die Auftragsabwicklung zu optimieren und intelligentere, widerstandsfähigere Abwicklungsabläufe aufzubauen.

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